News von der Glarner reformierten Landeskirche

Konzert und Gottesdienst mit dem Duo Bittlinger-Plüss und Glarner Chören

von Swantje Kammerecker
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26.03.2025
Das Wochenende 22.- 23. März in der Gemeinde Grosstal Glarus Süd stand im Zeichen des Gastspiels der beiden modernen Kirchen-Musiker Clemens Bittlinger und David Plüss. Eingeladen und auch einen einheimischen Projektchor zusammengebracht hatte Pfarrerin Manja Pietzcker.

Die Pop-Kantate des deutschen Singer-Songwriter-Pfarrers Clemens Bittlinger : «Ich bin…» über die sieben Bibelzitate zum Wesen Jesu kommt mit eingängigen Melodien daher, von denen einige auch spontan vom Publikum mitgesungen werden können. Deutlich mehr und kompliziertere Noten enthalten die Chorsätze: Hier haben sich während der letzten Wochen und ganz besonders am Konzert vom 22. März die über dreissig Mitwirkenden ins Zeug gelegt. Und sie ist gelungen, die erstmalige Kooperation des Fryberg Chors unter Leitung von Susanne Leuppi und des Projektchors, mit dem Pfarrerin Manja Pietzcker geprobt hat. Mit durchaus südlichem Temperament, klang- und hingebungsvoll widmeten sich die Singenden ihrer Aufgabe und bescherten so der teils andächtig lauschenden, teils bewegten Gemeinde ein Wellnessbad für die Seele – mit einer breiten Palette von Emotionen.

Diese verstehen Clemens Bittlinger und Davis Plüss, die versierten Kirchenmusik-Popstars, mit ihren Kompositionen und ihrer Performance in den Menschen zu wecken und sie zugleich mit der Botschaft himmlischer Liebe zu verbinden. Die sieben Jesus-Worte aus der Bibel («Ich bin das Brot und das Wasser des Lebens / das Licht der Welt / die Tür / der Wein / der gute Hirt / der Weg, die Wahrheit / die Auferstehung und das Leben») werden dabei auch mit kleinen Erzählungen ausgedeutet, wie dem Monolog einer Rebe, die lieber wild ranken möchte, oder etwa in der Klage eines tief erschöpften Menschen. Dabei zauberte David Plüss am Piano Klangwelten während der von Clemens Bittlinger und Manja Pietzcker gesprochenen Worte, dann wieder griffen die beiden Vollblutmusiker in die Tasten oder Gitarrenseiten und liessen fetzige Refrains in der Kirchenraum steigen. Nach dem grossen Schlussapplaus duften es gerne noch ein paar Zugaben sein.

 «Wir sind beseelt von den kostbaren Momenten, die wir Samstagabend und Sonntagmorgen erleben durften», so das Fazit von Pfarrerin Manja Pietzcker. Damit bezieht sie sich auch auf die spannende Predigt ihres Pfarrer-Kollegen Clemens Bittinger am folgenden Tag. Eben da ging es um jene kostbaren Momente, die teils unerwartet geschehen, ohne dass wir sie festhalten können. So erging es Petrus und den beiden Jüngern Jakobus und Johannes auf der Berg der Verklärung, als sie sahen, wie Jesus dort mit Mose und Elia zusammentraf. Petrus ist fasziniert und will den dreien dort je eine Hütte bauen, doch kaum hat er dies ausgesprochen, ist der Moment vorüber. «Wie oft erleben wir das: statt einfach zu geniessen, sind wir damit beschäftigt, das Geschenk eines Augenblicks auf dem Tablet oder Handy bannen zu wollen. Doch kostbare Momente kann man nur im Herzen bewahren, sich später daran erinnern und Kraft daraus schöpfen», so fasst die Pfarrerin die Botschaft zusammen. Schön wäre es gewesen, wenn die Kirche, die mittelprächtig besetzt war, noch etwas voller gewesen wäre.

Bild und Text: Swantje Kammerecker

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