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Leben & Glauben

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Felix und Ausflug Verein Felix und Regula Pilgerweg nach Solothurn

27.06.2022
Schon einmal musste die Pilgerung des Vereins "Felix und Regula Pilgerweg" verschoben werden. Diesen Mai hat es endlich geklappt.

Von Annamarie Schnider

Nach diesem Motto konnten wir den für 2021 geplanten Ausflug am Samstag, 21. Mai endlich verwirklichen. So sammelte ein Mächler Car die reisefreudige Gesellschaft von Linthal bis Näfels ein mit einem weiteren Zwischenhalt an der Raststätte Fuchsberg, wo unter anderem ein altbekanntes Gesicht dazu stiess.
Bei der Raststätte Kölliken gab es einen kurzen Halt. Je näher wir der Stadt Solothurn kamen, desto besser wurde das Wetter und die Sonnenbrillen und -hüte mussten „montiert“ werden.

Dass die Verenaschlucht ein Kraftort sei ist allgemein bekannt. Und tatsächlich tauchten wir beim Spaziergang durch den Wald in eine sozusagen mystische Welt ein. Vogelgezwitscher, das Rauschen des Bachs, die einzelnen Sonnenstrahlen, überall „Höhlen“ in den Felsen… Bei der Verenakapelle erwartete uns der Einsiedler Michael Daum, der viel Interessantes über die zwei Kapellen (Verena- / Martinskapelle) und den Ort im Allgemeinen zu erzählen wusste. Man spürte förmlich seine Verbundenheit zu diesem speziellen Ort. Obwohl sein „Häuschen“ nur spärlich Sonnenlicht erhält, glaubte ich ihm als er sagte – er brauche keine Sonne – er trage die Sonne im Herzen. Und trotzdem – ein bisschen Sonne wärmt jedes Herz. Eine weitere bemerkenswerte Aussage von ihm - Es gibt nicht nur Katholisch und Reformiert, es gibt viele verschiedene Religionen, den Ursprung finden wir in Ägypten. In seine Erzählungen flocht er gekonnt auch private Dinge mit ein. Auf die Frage, wie er zu dieser doch speziellen Anstellung kann, verriet er, dass sein Sohn eines Tages die Ausschreibung der Stelle las und zu ihm sagte: „Papa, das ist etwas für dich“. Und so kam er in die Verenaschlucht. Gerne hätten wir ihm noch länger zugehört, doch im Restaurant Kreuzen wartete das Mittagessen.
Nach den feinen Rahmschnitzel samt Nüdeli und Salat machte sich eine Gruppe zu Fuss auf den Weg in die Stadt, die andern liessen sich chauffieren.

Natürlich wurde die St. Ursen Kathedrale bestaunt, auch wagten sich einige Mutige auf den Turm, wieder andere liessen sich in eines der vielen „Gartenbeizli“ zu einem kühlen Bier nieder. Fazit, hier in der Altstadt (ohne Autoverkehr) lässts sich gut sein. Pünktlich um 16 Uhr nahmen wir die Heimfahrt unter die Räder, erfüllt von vielen schönen und nachhaltigen Eindrücken. Ich glaube, im Namen aller sagen zu dürfen, das Warten hat sich gelohnt – wir erlebten einen rundum gelungen, schönen Tag. Danke allen, die in irgendeiner Weise dazu beigetragen haben.


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