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Wirtschaft

Ein Herz für Langzeitarbeitslose

Das Jahr 2016 sei gezeichnet gewesen von Abschied und Neuanfang, heisst es im Jahresbericht der kirchlichen ALO-Projekte. 2017 geht dies so weiter.

Einmal mehr hätten sie erfahren dürfen, «wie glücklich Menschen sind, wenn sie nach langer Arbeitslosigkeit wieder eine Stelle finden oder sich ihnen eine Perspektive öffnet», meint Brigitte Baumgartner-Büsser, Stellenleiterin von ALO-Job und ALO-Treff.

Die Fachstelle für im Kanton Glarus wohnhafte, erwerbslose und ausgesteuerte Menschen bietet als Informations- und Beratungsstelle Hilfe, und zwar unabhängig von Herkunft, Bildung oder Religion der Ratsuchenden. Sie wurde von der Reformierten Landeskirche lanciert und wird unterstützt von der Katholischen Landeskirche sowie vom Kanton.

Nach wie vor ein Bedürfnis

Im 1994 gegründeten ALO-Treff wurden im vergangenen Jahr 245 Einzelgespräche durchgeführt. Der 1997 eingeführte ALO-Job vermittelte 2016 rund 7000 Arbeitsstunden – für Reinigung, Bügeln, Gartenpflege, leichtere Bauarbeiten, Mithilfe beim Umzug sowie Entlastung von Einzelpersonen oder Familien.

«Heiter und unbeschwert» verliefen die Nachmittage im Rahmen von «Begegnigä». Fachkundig begleitet von Käthi Baumgartner, konnte die stetig wachsende Zahl von Teilnehmerinnen grössere und kleinere Kunstwerke herstellen. Auch der Workshop «Das kleine ABC der professionellen Reinigung» mit Barbara Schoch stiess auf eine gute Resonanz.

Verabschiedet wurden 2016 die langjährigen Kommissionsmitglieder Regula Reichen – Mitinitiantin und Gründungsmitglied der ALO-Projekte –, Felix Lehner und Felix Zweifel. Neu zogen Reni Ragnolini und Pfarrer Beat Wüthrich in die von Kirchenrat Otto Wyss präsidierte Betriebskommission ein.

Neues auch im laufenden Jahr

Auch 2017 gab es einen personellen Wechsel: Nach fast 18 Jahren engagierter Mitarbeit wurde Janja Garic pensioniert. Neue Mitarbeiterin seit dem 1. April ist Annette Streuli. Sie führt das Sekretariat und wird ab August auch einen neuen Kurs anbieten. An zwei Dienstagnachmittagen pro Monat wird die Schreibwerkstatt geöffnet sein: Interessierten werden Werkzeuge wie Computer und Drucker zur Verfügung gestellt, um ihre amtliche Korrespondenz, Bewerbungsschreiben und Lebensläufe zu verfassen. Annette Streuli leistet dabei Hilfe zur Selbsthilfe in den Bereichen Computer, Stilistik und Rechtschreibung.

Ebenfalls ab Mitte August wird es zudem neu einen Bring- und Hol-Bügelservice geben: Die saubere Wäsche wird geholt, in Schwanden gebügelt und wieder gebracht. Das Angebot erstreckt sich auf den ganzen Kanton.

22.5.2017 | Madeleine Kuhn-Baer

ALO-Job und ALO-Treff, Mühleareal 27, Schwanden
055 644 18 84
info@alo-job.ch.
Mehr Infos: www.alo-job.ch